Thüringer Abgeordnete im EU-Parlament und die EU-Copyright-Reform

Thüringer Abgeordnete im EU-Parlament und die EU-Copyright-Reform

Thüringer Abgeordnete im EU-Parlament und die EU-Copyright-Reform
Thüringer Abgeordnete im EU-Parlament und die EU-Copyright-Reform
Thüringer Abgeordnete im EU-Parlament und die EU-Copyright-Reform

Wie EU-Politiker im Neuland stolpern und den Bürgern mit dem aus § 13 (bzw. 17) praktisch resultierenden Upload-Filter erzählen wollen, wie sie mit dem Internet umzugehen haben...

Immer wieder sind Politiker der Meinung, dass den Bürgern die Daumenschrauben angesetzt werden müssten. Nach über 20 Jahren Internet war es 2013 für die Kanzlerin nochimmer Neuland https://www.youtube.com/watch?v=DWqXsXR8h4E . Bis heute haben sich die meisten Politiker nicht bürgernah orientiert. IHKn und Bildungsträger sind abgehängt vom internationalen Fortschritt, deutsche Startups dem Untergang geweiht oder dauerhaft in der Krise, bevor sie sich auch nur ansatzweise einem Fußtapsen von Amazon, Facebook oder Google nähern können. Dass die geplante EU-Copyright-Reform mit Artikel 13 (bzw. 17), aus Sicht eines Anwenders, nichts anderes ist als eine digitale Variante einer Mischung aus Stasi 4.0 und Berliner Mauer, dass kann man angesichts der aktuellen und sehr vielfältigen Ausarbeitungen verschiedener Fachleute und Wissenschaftler nicht mehr bestreiten.

Künstliche Intelligenz, die für massenhafte Prüfaufgaben notwendig wäre, kann daher nicht ansatzweise das leisten, was manche Firewall mit eindeutigen Regeln schon nicht 100%ig schafft. Meldungen über Fehler wie bei Facebook https://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-Kuenstliche-Intelligenz-erkannte-Christchurch-Video-nicht-4341396.html  oder gar Tote bei Tests mit autonomen Fahrzeugen sollten die Anfälligkeit derartiger Prüfinstrumente untermauern. Oder soll für diese Prüfaufgaben Geheimdiensttechnik eingesetzt werden?

Würden die EU-Abgeordneten wissen was sie tun, dürfte man bei der Kontaktaufnahme auf digitalem Weg nicht mit Fehlermeldungen rechnen müssen. Laut Webseite des EU-Parlaments, vertreten durch das "Verbindungsbüro in Deutschland", werden für Thüringen drei Politiker ausgewiesen. Dies sind: KOCH, Dr. Dieter-Lebrecht (CDU), von WEIZSÄCKER, Jakob (SPD), ZIMMER, Gabriele (Die Linke). (siehe Screenshot) Für die Kontaktaufnahme sucht man regelmäßig zuerst das Impressum. Dort stehen die passenden E-Mail-Adressen (2. Screenshot). Nachdem man die betreffenden EU-Abgeordneten angeschrieben hat, erhält man die die erste Botschaft: 

The mail system <jakob.wahlkreis@weizsaecker.de>: host smtpin.rzone.de[81.169.145.97] said: 550 - 5.2.0 No such mailbox (in reply to RCPT TO command)

Die veröffentlichte E-Mail-Adresse von Jakob von Weizsäcker ist nicht gültig!

Erst nachträglich kommt man über einen Artikel auf seiner Webseite darauf, dass er den Rückzug angetreten hat http://www.jakob.weizsaecker.eu/de/blog/neue-kontaktdaten-wechsel-das-bundesfinanzministerium und fragt sich, wer ist eigentlich Frau Dr. Babette Winter? Über Wikipedia findet man die persönliche Webseite von Frau Dr. Babette Winter im System eines amerikanischen Anbieters für Profil-Seiten und andere Wenseiten https://babettewinter.squarespace.com/ .

Es ist extrem schwer nachzuvollziehen, warum EU-Politiker technisch noch immer so durch Merkels Neuland stolpern. Es ist unverständlich, warum das Verbindungsbüro vom Europäischen Parlament in Deutschland die Beteiligten Abgeordneten nicht korrekt veröffentlichen kann. Es macht den Anschein, alsob Politiker schon jetzt die "Flucht" zu Anbietern im Ausland antreten, um ihre Publikationen zu veröffentlichen, anstatt Anbeiter mit Wurzeln in Europa zu fördern. Es wird halt immer enger und ungemürlicher in Europa.

Schlußendlich stellt sich die Frage, welche der EU-Abgeordneten stimmen für die neue digitale Mauer und wer stimmt gegen dieses zu erwartende Monstrum. "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!" hieß es am 15. Juni 1961. Und die Mauer kam doch.  Erst viele Jahrzehnte später ist sie gefallen. Nun soll der Uploadfilter kommen. Erst ist es das vermeintliche Urheberrecht. Bei dem massiven Vertrauensverlust gegenüber Politikern wird man niemandem verdenken können, wenn er dabei schon an die nächste Version der Vorratsdatenspeicherung denkt.

Wer gegen diese neue "digitale Mauer" stimmen will, dazu kann man bereits hier https://pledge2019.eu/de nachlesen. Leider finden sich dort noch nicht alle Politiker mit Mauererfahrung.


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